In der Gruppensupervision wollen Menschen gemeinsam berufliche Probleme reflektieren. Sie kommen meist aus einem ähnlichen Berufsfeld, aber aus unterschiedlichen Einrichtungen oder Organisationen (z.B. Schulen, beratende Berufe, Ärzte, pflegerische Berufe). Die Zusammensetzung solcher Gruppen ist oft sehr heterogen, was sich auf den supervisorischen Arbeitsprozess in der Regel sehr positiv auswirkt. Jeder lernt an der Problemlösung, die ein anderer für sich in der Gruppe findet, und kann selbst entscheiden, was für ihn davon brauchbar ist und was nicht. Die Vielfalt der Gedanken, Reaktionen und Rückmeldungen durch die Mitglieder der Gruppe vergrößern oft die Zahl der Möglichkeiten für den Ratsuchenden. Ich sehe meine Aufgabe in der Gruppensupervision darin, dieser Vielfalt Raum zu geben und die Kompetenz der Gruppe für die Beratung zu nutzen. Die eingebrachten Themen durch die Gruppenmitglieder sind den Fragstellungen ähnlich, wie sie in der Einzelsupervision genannt sind.

Ruppert Heidenreich

  • Supervisor (DGSv)
  • System. Supervisor (SG)
  • Lehrender Supervisor (SG)